Die Foo Fighters sind nach rund acht Jahren anlässlich ihres neuen Albums wieder auf Europatour und das war für uns Anlass genug, fürs Konzert nach Berlin zu reisen.
Auch wenn der Name den meisten etwas sagen sollte: Die Foo Fighters sind eine Hard-Rock-Band aus den USA und abgesehen davon, dass sie mit Hits wie „Best of you“ oder „The Pretender“ berühmt geworden sind, ist Dave Grohl ein bekanntes Mitglied, weil er der ehemalige Schlagzeuger von Nirvana ist. Der Gitarrist Pat Smear war übrigens früher ebenfalls Nirvana.
Das heutige Konzert fand im Olympiaparkstadion in Berlin statt. Der Einlass begann schon um 14:45 Uhr und die erste von zwei Vorbands, Fat Dog aus England, startete um 16:30 Uhr. Wir kamen zwar noch währenddessen an und hörten die Musik, aber durch die Merch-Schlange und gefühltes zehnmaliges Handy-Ticket Vorzeigen standen wir zu spät im Infield.

Unser Bereich war die Front of Stage 2, also fast ganz vorne. Wir hatten gute Plätze und die zweite Vorband namens IDLES, eine 2009 gegründete Post-Punk-Band, die ebenfalls aus England kommt, machte gute Stimmung. Ganz mein Fall sind sie nicht, die Lieder klingen mir dann doch alle zu ähnlich. Aber sie waren als Vorband ganz cool.

Während wir danach in der Umbaupause im Infield standen, fiel mir ein Schriftzug auf den Monitoren auf, der über „Schweres Unwetter“ informierte. Da nichts zu hören war, wunderte ich mich, ob das eine Standard-Einblendung für den Fall eines Unwetters sein sollte? Aber dann trat jemand auf die Bühne und erklärte, dass das Infield aufgrund einer Gewitterzelle geräumt werden muss und sich alle Personen auf die Ränge begeben sollten. Oh man!

Wir folgten der Anweisung und so konnte ich meinen Bekannten auf den Rängen, denen ich zuvor beim Getränke holen noch zugewunken hatte, quasi noch einen Besuch abstatten. Es dauerte tatsächlich rund 20 Minuten, bis das Infield leer war und dann begann es auch schon zu regnen.

Während es noch regnete, kam recht schnell die Durchsage, dass sich das Gewitter abgeschwächt hat und alle wieder zurück ins Infield dürfen. Der Run aufs Infield sah von oben ziemlich lustig aus, schließlich konnte man so Plätze ganz vorne ergattern. Leider standen wir nach diesem Zwischenfall nicht mehr ganz so gut wie vorher, aber immer noch recht weit vorne und mittig. Und dann ging es endlich los, rund 35 Minuten später als geplant starteten die Foo Fighters.
Nicht so cool war, dass es erstmal weiter regnete und wir nicht genug Regenponchos für alle dabei hatten – die Vorhersage hatte nichts von Gewitter angesagt. Hmpf. Immerhin war es nicht kalt und zum Glück waren die Schauer nicht lang, sodass wir die Ponchos als Schirme nutzen konnten und nicht völlig durchnässten.



Die Foo Fighters spielten einen Song nach dem anderen, nach eigener Aussage „so lange bis wir nicht mehr dürfen“, was am Ende fast drei Stunden Konzert waren. Richtig gut! Anfangs spielten sie die bekannten Songs, danach kam viel „Oldschool“ und zum Schluss wurde es fast experimentell. „Everlong“ haben sie sich fürs Ende aufgehoben, da gab es sogar noch ein Feuerwerk über dem Dach des Olympiaparkstadions.

So habe ich eine Gewitter-Räumung auch mal miterlebt und bin froh, dass das Konzert nicht abgebrochen werden musste. Und die Foo Fighters haben mir wieder richtig Spaß gemacht, mein letzter Besuch im Jahr 2018 ist ja auch schon eine Weile her gewesen.
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