Meine ersten 100k!

Endlich Wochenende! Nach dem Match Börner Open Air, dem Deichbrand Festival und einem Mädels-Wochenende in Hamburg hatte ich endlich mal einen freien Tag und der sollte für eine ausgedehnte Radtour ohne Zeitdruck genutzt werden.

Es sollte über die Dörfer Richtung Meer gehen, geplant waren 85 km mit einer Pause für Kuchen nach 50 km. Das Wetter sollte nicht zu heiß werden, als ich morgens losfuhr, hieß es aber erstmal direkt „Nein, so nicht“. Kurz-Kurz nur mit Trikot obenrum war bei 17 °C und Fahrtwind doch deutlich zu frisch. Mit Jacke war es morgens deutlich angenehmer, mittags wurde sie dann aber zu viel.

Passend zum Erreichen des Wassers kam die Sonne raus und es wurde richtig sommerlich, aber nicht zu heiß. Die Törtchenpause tat richtig gut und gut gestärkt ging es zurück Richtung Lübeck.

Bei Kilometer 80 entstand die Idee in meinem Kopf, die ursprünglich geplante 85-km-Route auszudehnen und die 100 km vollzumachen. Nach all den Beschwerden mit dem Sattel und den Beckenknochen und den eingeschlagenen Händen lief es heute zur Abwechslung mal richtig gut und ich fühlte mich noch fit, ein bisschen weiterzufahren.

So ging es statt nach Hause noch einmal ein Ründchen nach Süden und als ich „meinen“ Waldkauz erreichte, hatte ich ziemlich genau 100 Kilometer auf dem Tacho. Hurra!

Das war eine schöne Runde und heute hat alles gepasst. Erstaunlich, wie sehr sich die Rennradrunden unterscheiden können – vor knapp drei Wochen musste ich meine geplante Runde sogar verkürzen, weil mir die Sitzknochen so schlimm schmerzten wie noch nie und ich kaum noch auf dem Sattel sitzen konnte. Heute war alles gut, die Knochen drückten irgendwann schon, aber nicht so schmerzhaft, dass ich nicht mehr sitzen konnte. Den Beinen ging es gut und die Hände schliefen auch nicht ein, hervorragend!

Umgestellt habe ich zwischenzeitlich lediglich die Lenkerhörnchen, ich scheine nicht der Typ für schräge Hörnchen zu sein. Am Sattel habe ich seit dem Bikefitting nichts gestellt. Vielleicht wird es wirklich mit der Zeit besser und ich gewöhne mich allmählich an den Sattel und die Position. Im Nachgang bemerkte ich dann doch, dass mein linker kleiner Finger die üblichen Eingeschlafen- und Nicht-Anlegbar-Symptome zeigt, aber zumindest nicht schlimmer als bisher, eher etwas besser – und das nach 100 km.

Insgesamt freue ich mich sehr, dass ich die 100 km ohne große Probleme und Wehwehchen geschafft habe. 🤩🥳

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