Seit ein paar Tagen habe ich richtig Lust, eine Rennradrunde zu drehen, aber das Wetter spielte nicht so wirklich mit oder ich hatte andere Verpflichtungen. Auch am heutigen Sonntag sah es draußen grau und regnerisch aus, aber nach einigen Schauern am Vormittag wirkte das Regenradar zumindest kurzfristig vielversprechend, sodass ich mich kurzentschlossen und mit Regenjacke gewappnet aufs Rad schwang.
Angedacht war eine 50-km-Runde um den Ratzeburger See, in entgegengesetzter Richtung zum letzten Mal. Es war zwar windig, aber die Böen hielten sich in Grenzen und so rollte es wirklich gut – ich bin immer noch sehr glücklich über meine Entscheidung, mir ein neues Rennrad zuzulegen. Anstiege sind so viel besser zu bewältigen und so sind auch die Hügel in Ratzeburg und Utecht halb so schlimm. Ich bin zwar immer noch sehr langsam, aber ich kann runterschalten und weitertreten, statt im niedrigsten Gang bei viel zu wenig Umdrehungen kurz vorm Umkippen und Puls im roten Bereich zu kämpfen. Eine deutliche Verbesserung, denn so macht das Training viel mehr Spaß.

Auf dem Rückweg allerdings gab es neben einer schönen Aussicht auf Lübecks Kirchtürme auch die Erkenntnis, dass da ziemlich dicke, dunkle Wolken über der Stadt hängen. Ohje, denn dahin geht’s ja zurück … und so blieb es nicht aus, dass es nach einem kurzen Schauer doch einmal richtig schüttete. Glücklicherweise war ein Unterstand in der Nähe, ich wurde also nicht komplett durchnässt. Aber so kürzte ich doch ein bisschen ab und habe die geplanten 50 km nicht „vollgemacht“.

Trotzdem bin ich froh, überhaupt unterwegs gewesen zu sein. Rennradfahren macht selbst bei durchwachsenem Wetter Spaß, aber trocken sollte es zumindest bleiben. Hoffentlich wird es bald wieder sommerlich, auch wenn die aktuelle Regenphase dem Boden und den Pflanzen guttut.
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