Lauf gegen Rechts 2026

Anfang des Jahres wurde die Anmeldung für den diesjährigen Lauf gegen Rechts in Hamburg eröffnet und ich habe mich damals direkt angemeldet. Heute fand der Lauf statt und bei unserem Eintreffen war ich überrascht von der Menge an Menschen auf der Alsterwiese Schwanenwik. So viele Leute waren es bei unserer letzten Teilnahme vor zwei Jahren nicht, wenn ich mich recht erinnere.

Blick auf die Alsterwiese vor dem Startschuss des Laufs gegen Rechts 2026.

Das Wetter war perfekt, vormittags war es noch bewölkt, aber angenehm bei rund 16 °C. Ich entschied mich lieber für die lange Hose, rückblickend hätte ich auch in kurz-kurz laufen können. Um 9:50 Uhr fiel der Startschuss für die „schnellen und ambitionierten LäuferInnen“, um 10 Uhr sollte es dann für alle anderen losgehen. Bei über 8000 Startnummern (die höchste Nummer, die ich gesehen habe, war die 8871) und dem relativ schmalen Weg entlang der Alster hieß das praktisch, dass es sehr schleppend voran ging. Wir überliefen die Startlinie erst um 10:28 Uhr, eine halbe Stunde nach Start. Aber es gibt ja keine Zeitmessung und es geht bei diesem Lauf ums Dabei sein und darum, ein Zeichen für Solidarität und gegen jegliche Art von Nationalismus, Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Ableismus zu setzen. Und das haben wir mit der Menge an Startern auf jeden Fall erreicht, finde ich.

Während wir linksherum um die Alster liefen, kam die Sonne raus und es wurde richtig sommerlich. Die vielen Schatten spendenden Bäume entlang des Weges waren sehr angenehm, nur selten lief man in der prallen Sonne.

Am Ende erreichten wir in 59 Minuten das Ziel und waren damit etwas mehr als 2 Minuten schneller als beim letzten Mal, yeah!

Zieleinlauf beim Lauf gegen Rechts 2026.

Eigentlich wollte ich vor dem Start noch auf die Toilette gehen, wie ich es immer vor Wettkämpfen mache, aber die Schlange war sehr lang und so richtig musste ich nicht, also habe ich es sein lassen. Schon beim um eine halbe Stunde verzögerten Start habe ich es bereut. Entlang der Strecke sah die Toiletten-Schlange auch nicht besser aus, also blieb mir nur das Durchziehen bis zum Ziel. Das funktionierte, aber so richtig Gas geben konnte ich in dem Zustand auch nicht. Zum Glück gab es im Zielbereich keine Toiletten-Schlange mehr. Umso froher bin ich, dass ich trotzdem schneller war als beim letzten Mal. Und danach schmeckte das alkoholfreie Bier umso besser 😎.

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