Am 16. bis 19. Juli 2026 fand dieses Jahr das Deichbrand-Festival bei Nordholz in der Nähe von Cuxhaven statt. Es ist die 21. Ausgabe des Festivals und meine Freunde und ich sind schon seit einigen Jahren dabei.
Das finale Line-up für dieses Jahr sah wie folgt aus:

Das Deichbrand gefällt mir insbesondere deshalb so gut, weil es so viele Musikrichtungen abdeckt. Es gibt eigentlich nichts, was nicht vertreten sein kann und so findet man eigentlich immer Konzerte, die zum eigenen Musikgeschmack passen (es sei denn, er ist sehr speziell).
Wir hatten unsere Tickets direkt zum Vorverkaufsstart am Montag nach dem Deichbrand 2025 gekauft. Was beim Hurricane-Festival bereits für 2025 eingeführt worden war, passierte für 2026 auch beim Deichbrand: Es gab ein Festivalticket ohne Camping, sodass neben dem Womo-Ticket fürs Campen im bzw. am Fahrzeug jetzt auch das Camping extra gebucht werden muss. Unterm Strich blieb der Gesamtpreis fürs „normale“ Festivalticket inklusive Camping fast identisch, nur hatte man für 2026 erstmalig die Möglichkeit, für weniger Geld nur das Festivalticket kaufen zu können. Wir entschieden uns aber wie üblich für das volle Programm sprich Festival plus Camping auf dem Womo-Campground. Das lag in der „Wildcard“-Preisstufe (die erste und somit günstigste Stufe) bei 189 € für All Days inkl. Camping pro Person (ohne Frühanreise) plus 129 € pro Fahrzeug für die Womo-Plakette. Mit Frühanreise darf man einen Tag früher, sprich Mittwoch, anreisen, da die Konzerte aber erst ab Donnerstag stattfinden, haben wir uns noch nie dafür entschieden.
Donnerstag
So ging es auch dieses Jahr am Donnerstag in aller Frühe los Richtung Nordsee, um einen guten Platz auf dem Campingplatz zu ergattern. Alles lief nach Plan: Das Wetter war in Ordnung, es gab zwar Nieselschauer am Vormittag, aber zum Aufbau der Zelte war es trocken.
Neu in diesem Jahr war die Vergrößerung des Womo Green Campingplatzes über die Pickerstraße hinweg auf weitere Flächen. Trotzdem blieb es bei zwei WC- und zwei Duschcontainern.

Auch im Infield gab es einige Neuerungen: Das Riesenrad wanderte nach Nordosten und das große Palastzelt wurde durch die neue „New Port“ Bühne ersetzt, die letztes Jahr noch eine kleinere Bühne außerhalb des Infields war (dort, wo jetzt das „Hide Away“ ist). Die „Jever Hafenbar“-Bühne gibt es nicht mehr und so gibt es im Infield nur noch drei Bühnen: die großen „Water Stage“ und „Fire Stage“ und die neue „New Port“-Bühne.

Ein paar Wochen vor dem Deichbrand-Festival wurde zudem bekannt gegeben, dass das Deichbrand dieses Jahr erstmalig „cashless“ sein wird. Das bedeutet, dass es einen Plastikchip am Festivalbändchen gibt, über den alle Zahlungen laufen. Den Chip kann man vor und während des Festivals mit Geld aufladen und sich den Rest nach dem Festival zurückerstatten lassen.
Der Zahlungsdienstleister ist genau wie beim Superkunstfestival (SKF) Weezevent aus Frankreich, wobei die Umsetzung beim Deichbrand deutlich besser geklappt hat als beim SKF: Dort konnte man zwar vorher per Paypal, Kreditkarte usw. Guthaben auf den Chip laden, aber während des SKF nur noch über die Automaten vor Ort. Beim Deichbrand war neben den Automaten vor Ort auch das Online-Aufladen, (z.B. vom Smartphone aus) die ganze Zeit, also bis Festivalende möglich – und klappte wunderbar. Ich persönlich sehe das Cashless-System kritisch und würde schlichtweg Kartenzahlung präferieren, aber man hat ja keine Wahl.
Nachdem wir unsere Bändchen abgeholt hatten, ging es Richtung Infield. Der Donnerstags-Zeitplan sah wie folgt aus:

(Anmerkung: Tiefbasskommando ist kurzfristig ausgefallen.)
Los ging’s für uns mit Jet, die auf der neuen „New Port“-Bühne spielten.
Jet sind eine australische Rockband. 2001 gegründet veröffentlichte sie in den 2000er-Jahren drei Studioalben. Vor allem durch die Single „Are You Gonna Be My Girl“ (2004) erreichte sie Bekanntheit.
Quelle: Wikipedia
Schnell fiel mir auf, wie cool die neue Bühne aussieht und wie groß sie ist. So viele schicke Details, insgesamt 144 Container sind hier verbaut und das ist meiner Meinung nach wirklich gut gelungen. Ähnlich wie beim Zelt gab es für den „Front of Stage“ Bereich einen Korridor als Einlass, der geschlossen werden kann, wenn es zu voll wird.


Weiter ging’s mit Punk Rock Factory, die vor allem Coversongs spielten. Die Stimmung war gut, es war nicht zu voll und auch mir gefiel die Band gut, allerdings erinnerte sie mich stark an „Tag der Helden“, die dasselbe Konzept, allerdings mit Elektro- statt Rock-Musik, verfolgt.
Punk Rock Factory (PRF) ist eine 2014 in South Wales gegründete Band, die für ihre energiegeladenen Punk-Cover von Pop-, Rock- und Disney-Klassikern bekannt ist.
Quelle: punkrockfactory.com

Wir schauten einmal rüber zur „Fire Stage“, wo Beauty and the Beats auftrat. Der DJ ist fast jedes Jahr auf dem Deichbrand, scheint die Massen aber anzuziehen und tritt deshalb inzwischen auf der großen Bühne auf.

Für nebenbei gefällt mir die Musik ganz gut, aber die Gruppenentscheidung fiel dann doch auf den Wechsel zurück zum „New Port“. Dort wurde es mit Our Mirage deutlich härter, was mir persönlich gut gefiel.
Our Mirage ist eine 2017 gegründete Post-Hardcore-Band aus Marl in Nordrhein-Westfalen.
Quelle: Wikipedia

Die Band werde ich mir merken, auch wenn ihre Songs auf Dauer für mich recht ähnlich klingen.
Thematisch passend trat danach Avralize auf, die ich mir nach Anhören der Deichbrand-Playlist schon vorgemerkt hatte. Ich kann den Song „medicine“ für einen ersten Eindruck wärmstens empfehlen.
Die Band existierte seit 2013 unter dem Namen „Silent Fox“, bevor sie sich 2023 in „Avralize“ umbenannte.
Avralize ist eine deutsche Metalcore-Band aus Rottweil.
Avralize spielen eine Mischung aus Metalcore mit elektronischer Musik. Charlotte Griffiths vom Magazin Distorted Sound verglich die Band mit Northlane oder Bring Me the Horizon, die sich wie Avralize „weigern Regeln und Limitierungen zu folgen“.
Quelle: Wikipedia
Auch live machte Avralize richtig Spaß und war ein wunderbarer Abschluss des Donnerstags.

Wir schauten im Anschluss noch einmal bei den Drunken Masters vorbei, aber auf Dauer sind sie mir trotz des guten Beats zu stumpf.

Während Teile unseres Camps bei HBz weiterfeierten, ging es für mich unter die Dusche. Eine gute Entscheidung, denn es stellte sich heraus, dass nur einer von zwei Duschcontainern warmes Wasser hatte und somit nur 9 warme Duschen vorhanden sind. Glücklicherweise war die Schlange nicht allzu lang und es dauerte nur 20 Minuten, bis ich dran war. Erst hielt ich es für einen Fehler, aber der zweite Duschcontainer sollte das ganze Wochenende kalt bleiben. Zusammen mit der Vergrößerung der Campingflächen ohne Erweiterung der sanitären Anlagen schon frech …
Freitag
Die Nacht war ruhig, aber im Zelt wurde es schon morgens ganz schön warm, sodass wir recht früh wach waren. Nach dem Frühstück ging es gemütlich zum Infield, schließlich startete der Festival-Freitag mit den No Angels als Frühsport Spezial, das die Leute ins Infield ziehen sollte.

Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen, auch wenn ich damals kein extremer No Angels Fan war, aber sie gehören zu den 2000ern und den Popstars-Zeiten von Pro7 einfach dazu.

Das Wetter war herrlich, die Sonne schien bei 25 °C und so beschlossen wir, mittags zu grillen, statt uns überteuertes Essen im Infield zu kaufen. Schließlich würde der Abend noch lang werden, denn heute war für mich der wichtigste Festivaltag was das Line-up angeht.
So waren wir zu den Beatsteaks zurück im Infield, ebenfalls eine Band, die meine Jugend geprägt hat, die ich aber noch nie live gesehen habe.
Die Beatsteaks sind eine seit 1995 bestehende deutsche Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin. Die Gruppe gehört neben Formationen wie Die Ärzte und Die Toten Hosen zu den kommerziell erfolgreichsten deutschen Punkrockbands.
Quelle: Wikipedia

Wir hatten gute Plätze in der vierten Reihe und durch Moshpits gelangten wir sogar relativ weit in die Mitte – was durch den hohen Bühnenaufbau aber auch nur bedingt gut ist. Das Konzert hat trotzdem richtig Spaß gemacht, auch wenn es recht kurzweilig war.


Nach den Beatsteaks wechselten wir rüber zu Marteria, sahen uns das Konzert aber nicht von ganz vorne aus an, weil ich frühzeitig wieder für Electric Callboy vor der Fire Stage stehen wollte. Außerdem hatten wir Marten ja vor kurzem erst hautnah in Lübeck gesehen.

Electric Callboy ist eine deutsche Metalcore-/Trancecore-Band aus Castrop-Rauxel, die 2010 unter dem Namen Eskimo Callboy gegründet wurde.
2020 wurde Nico Sallach der aktuelle Frontsänger, sie entfernten einige frühe Lieder aufgrund von Kritik bzgl. Beleidigungen von allen Musikplattformen und 2022 benannte sich die Band um, da der Begriff „Eskimo“ vor allem in den USA sehr kontrovers ist.
Quelle: Wikipedia
Für mich war Electric Callboy eins der wichtigsten Konzerte, deshalb wollte ich natürlich in den „Front of Stage“ Bereich und weit nach vorne. Das klappte und so wurde es ein grandioses Konzert, um nicht zu sagen ein famoser Abriss.

Meine Polar-Uhr zeigte mir am Ende des Tages knapp 39.000 Schritte und 335 % des Tagesziels an 😄, und da war das Konzert noch nicht zu Ende!




Und das war noch nicht alles, denn es ging weiter mit Scooter auf der Water Stage. Schon 2023 war Scooter ein Main Act auf dem Deichbrand gewesen und wir hatten uns das Spektakel mit etwas Entfernung angesehen. Das machten wir auch heute, wobei ich schon Lust gehabt hätte, mitten vorne reinzugehen.


Ein wundervoller Abend, der es absolut wert war, danach fast eine Stunde für die warme Dusche anzustehen und letztendlich nach 4 Uhr morgens im Zeltbett zu sein.
Samstag
Es war deutlich kälter als an den Tagen zuvor und zudem grau, aber trocken. Während Teile des Camps bereits für Frühsport mit Alexander Marcus Richtung Infield gingen, ließen wir es locker angehen.

(Aus „TBA“ um 19:10 Uhr wurde noch Yung Saint Paul)
So begann der Festivaltag für mich mit Swiss & die Andern, bei denen wir für ein paar Lieder blieben, bevor wir dann zu Welshly Arms rüber zur „New Port“-Stage wechselten.

Ich finde Swiss & die Andern nicht schlecht, aber so richtig holen sie mich nicht ab, auch wenn ich viele Inhalte absolut unterstütze.
Swiss und die Andern ist eine deutsche Punkrock-Band mit Crossover-Einflüssen. Die Formation aus Hamburg besteht aus dem Frontmann Swiss, dem Bassisten Matze Grimm, dem Gitarristen Jakob Schulze, dem Schlagzeuger Tobias Gerth und dem DJ Da Wizard. Der Stil der Gruppe ist dabei stark von politischen Themen beeinflusst.
Quelle: Wikipedia
Welshly Arms kannte ich vorher überhaupt nicht, klang aber ganz gut und kann man sich mal anhören.

Welshly Arms ist eine US-amerikanische Rock- und Bluesband aus Cleveland, Ohio.
Die Musik von Welshly Arms enthält Elemente des Rock ’n’ Roll, Soul, Blues und Jazz. Die Band wird dabei unter anderem von Musikern und Bands wie Jimi Hendrix, The Temptations, Otis Redding und Howlin’ Wolf beeinflusst.
Die Band wurde 2012 gegründet.
Quelle: Wikipedia
Auf der Water Stage trat dann Nico Santos auf. Ich kenne ihn eher von Formaten wie „Wer stiehlt mir die Show?“ und finde ihn daher ganz sympathisch, aber seine Musik ist nicht ganz mein Fall, auch wenn man sie sich anhören kann. Vielen geht es offensichtlich anders als mir, denn das Infield war ziemlich gut gefüllt.

Wir machten uns dann recht früh auf den Weg zur Fire Stage, denn dort ging es weiter mit den Dropkick Murphys.
Die Dropkick Murphys sind eine 1996 in Quincy gegründete, irisch-amerikanische Folk-Punk-Band.
Die Band bezeichnet ihren Musikstil selbst als eine Mischung aus Punkrock, Irish Folk, Rock und Hardcore Punk.
Quelle: Wikipedia
Wieder einmal stellte ich fest, dass ganz vorne stehen bei einer so hohen Bühne mit kleinem Steg nicht wirklich vorteilhaft ist. Aber ich hatte gute Sicht und das Konzert war super, wenn auch die Stimmung ein bisschen gedämpft war. Ich hatte die Dropkick Murphys zuletzt 2022 beim Deichbrand als allerletztes Konzert am Sonntagabend gesehen und hatte die Stimmung als deutlich ausgelassener in Erinnerung.

Den ersten großen Samstags-Slot hatte dann Zartmann. Das Infield war voll, scheinbar ist er sehr bekannt und beliebt, aber mich holt er mit seinen Songs überhaupt nicht ab.
Zartmann (* 19. Oktober 1998 in Berlin) ist ein deutscher Indie-Rapper.
Musikalisch mischt Zartmann Popgesang mit Rap. Seine Songs sind meistens gefühlvoll und melancholisch gehalten.
Quelle: Wikipedia

So war das ein guter Zeitpunkt, um mal übers Gelände zu schlendern und dann bei Annisokay auf der „New Port“-Stage zu landen. Und Annisokay hat mich dann wirklich positiv überrascht. Ich hatte sie mir vorher notiert, weil sie in der Playlist ganz cool klangen, aber live fand ich sie noch besser.
Annisokay (Eigenschreibweise: annisokay, zu lesen als Ann is okay) ist eine Post-Hardcore-/Alternative-Rock-Band aus Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Annisokay wurde im Jahr 2007 gegründet.
Die Musiker beschreiben ihre Musik als einen Mix aus Hardcore, Metal und Rock.
Quelle: Wikipedia

So blieben wir bis zum Ende dort und wechselten erst rüber zu Rise Against, als sie schon lange angefangen hatten.

Rise Against ist eine US-amerikanische Punkrock-Band mit melodischen Hardcoreeinflüssen aus Chicago, Illinois. Die Gruppe ist bekannt für ihr politisches Engagement; viele Lieder haben weltanschauliche Themen als Inhalt.
Rise Against wurde 1999 unter dem Namen Transistor Revolt gegründet.
Quelle: Wikipedia
Wir haben uns nicht vor die Bühne durchgekämpft, sondern das Konzert im hinteren Bereich angesehen. Ich mag die Musik, aber umgehauen hat mich Rise Against nicht. Kann man sich aber durchaus anhören. Die anderen waren derweil bei Felix Jaehn auf der New Port Bühne, wohin wir auch noch einmal wechselten. Und ich war sehr überrascht, wie voll es dort war. Krass! Dass Felix Jaehn so beliebt ist, habe ich nicht gedacht.
Zum Abschluss schauten wir noch bei SDP vorbei, allerdings wurde es doch recht kühl und so ging es für mich zurück ins Camp.
SDP ist ein Musiker-Duo aus Berlin-Spandau, bestehend aus Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin.
Sie gründeten 1999 SDP, damals noch unter dem Namen Stonedeafproduction, heute wird die Abkürzung SDP als offizieller Bandname genutzt.
Quelle: Wikipedia

Während wir noch SDP lauschten, ploppte eine Wetterwarnung auf. Es sollte am frühen Morgen Starkregen geben und auch den restlichen Tag weiter regnen:

Dazu gab es noch eine Gewitterwarnung. So diskutierten wir in der Gruppe, ob wir vielleicht doch spontan noch nachts im Trockenen unser Lager abbauen und nach Hause fahren sollten. Aber die Gruppe entschied: wir ziehen durch! So ging es ins Bett mit der Hoffnung, dass alles nicht so schlimm werden würde wie angekündigt.
Sonntag
Ich wurde um kurz vor sechs morgens von einem lauten Donnern aus dem Schlaf gerissen. Das war ein heftiger Rumms! Ich prüfte die Blitzaufzeichnungen und tatsächlich war das Gewitter gerade über uns gezogen und es gab ordentlich gemessene Blitze:

Dass es seitens Deichbrand keinerlei Warnung gegeben hatte, war überraschend. Dachten sie, die Leute schlafen eh und keiner würde die Meldung lesen? Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Aber zum Glück war das Gewitter über uns hinweg gezogen und so konnte ich noch ein bisschen schlafen.
Es ging wohl nicht nur mir so, denn der Campingplatz wurde erst gegen 10 Uhr richtig wach und schaltete die Musik an. Es hörte zum Glück auch auf zu regnen und so konnten wir immerhin trocken abbauen, auch wenn Zelte und Pavillons noch nass waren.
Der heutige Tagesplan sah wie folgt aus:

Passend zum Beginn des Cascada-Konzerts erreichten wir das Infield. Cascada hat meine Jugend sehr geprägt und es machte Spaß, sie live zu sehen.


Danach gab es dann eine Programmänderung: Für Massendefekt sprang spontan 100 Kilo Herz ein. Die Jungs hatte ich gerade letztes Wochenende beim Match Börner Open Air kennen gelernt und ich fand sie richtig gut. Deshalb ging es für uns direkt vor die Bühne, inklusive wundervolles FLINTA*-Moshpit. Das war klasse!

Dann ging es weiter zu The Rasmus, die ich vor 20 Jahren gern gehört habe. Allerdings habe ich gar nicht gewusst, dass es sie noch gibt und war überrascht, als sie fürs Deichbrand 2026 angekündigt worden waren.
The Rasmus ist eine finnische Alternative-Rock-Band. Im deutschsprachigen Raum wurde die Band erst 2003 mit dem Titel In the Shadows einem breiteren Publikum bekannt, obwohl sie schon seit 1994 besteht und in Finnland seit längerem erfolgreich ist.
Quelle: Wikipedia
Vom Konzert war ich dann nochmal überrascht, denn The Rasmus hat mir sehr gut gefallen. Die Songs sind rockig und abwechslungsreich – und sie haben einen Song namens „Creatures of Chaos“ mit Katzen-Logo!


Während die 102 Boys ihre ACAB-Parolen unter Beobachtung diverser Polizeistaffeln rappten, suchten wir uns eine Kleinigkeit zu essen und wechselten dann rüber zur „New Port“-Stage, wo The Molotovs auftraten. Ich hatte sie in der Deichbrand-Playlist entdeckt, für gut befunden und sie mir daher abgespeichert.
The Molotovs ist eine englische Rock-Band aus London. Die Band gründete sich im Jahre 2020.
Quelle: Wikipedia
Die Lieder sind rockig und schön britisch, außerdem tanzt die Bassistin sehr expressionistisch auf der Bühne herum, aber über die Zeit klingt doch alles sehr ähnlich.

Dann fing es auch noch an zu regnen, deshalb entschieden wir uns für den Aufbruch. So verließen wir das Infield und spazierten ein letztes Mal in diesem Jahr entlang des Green Camps zu unseren Autos. Wir hatten die Befürchtung, dass der Acker durch den Regen zu aufgeweicht sein könnte, aber es war alles gut. Wir kamen locker vom Platz und es ging nach Hause.
Mein Fazit: Auch wenn mich das Line-Up des Deichbrand 2026 nicht ganz überzeugt hat, war es ein sehr schönes Festival. Ich hatte das Gefühl, dass die Stimmung der Leute dieses Jahr generell sehr entspannt und rücksichtsvoll war. Außerdem kam man immer gut vorne in die Front of Stage, wenn man bei einem Konzert ganz vorne stehen wollte, ohne Stunden vorher da sein zu müssen. Wenn beide Womo-Green-Duschcontainer warmes Wasser gehabt hätten und das Line-Up für mich persönlich noch ein paar mehr passende Bands gehabt hätte, wäre es perfekt gewesen.
Und nun wird erstmal die Wäsche gewaschen, das Zelt getrocknet und die restlichen Bierdosen aufgebraucht.
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