(Weniger als) 3 Wochen bis zum Wilhelmsburger Insellauf

Eigentlich hätte der Titel dieses Blogeintrags mit „Noch 4 Wochen“ beginnen sollen, aber ich habe letzte Woche nicht die Zeit gefunden, ein paar Zeilen zu schreiben. Mittlerweile ist Mitte März und es sind genau genommen noch 2 Wochen und 3 Tage bis zum 42. Int. Wilhelmsburger Insellauf im Süden Hamburgs.

Ich nehme dieses Jahr bereits zum dritten Mal an der Elbinsel-Halbmarathon-Distanz des Insellaufs teil. Zum ersten Mal war ich Ende 2020 auf diese Laufveranstaltung aufmerksam geworden. Ich hatte kurz zuvor bei der virtuellen Variante des Lübecker Marathons meinen allerersten Halbmarathon geschafft (darüber hatte ich in diesem Beitrag zum Lübecker Marathon 2022 geschrieben) und war motiviert, im Frühjahr 2021 an einem „richtigen“ Halbmarathon-Wettkampf vor Ort teilzunehmen. Hamburg ist für mich nicht weit entfernt und der Int. Wilhelmsburger Insellauf klang interessant, denn die Strecke verläuft am Deich entlang und sah recht grün und schön aus.

Streckenverlauf der Distanz Elbinsel-Halbmarathon (21,0975 km) des Int. Wilhelmsburger Insellaufs

Leider wurde daraus nichts, denn die Covid-19-Pandemie hielt die Welt immer noch in Schach und so fand auch der 40. Int. Wilhelmsburger Insellauf am 11. April 2021 virtuell statt. Da ich noch nicht viel Wettkampferfahrung hatte, machte mir das wenig aus und so schaffte ich es, 20 Minuten schneller zu sein als bei meinem ersten Halbmarathon ein halbes Jahr zuvor 🤩! Ich freute mich sehr und nahm mir vor, 2022 wieder beim Insellauf mitzumachen.

Dieses Mal klappte es und so ging es für mich zum 41. Int. Wilhelmsburger Insellauf am 3. April 2022 in den Süden Hamburgs, um 21,1 km am Deich lang zu laufen. Der April macht ja bekanntlich was er will und deshalb will ich mich übers unbeständige Wetter gar nicht beschweren, aber auf die Regenschauer hätte ich verzichten können. Außerdem war der Lauf für mich als vergleichsweise langsame Läuferin relativ einsam. Schnell hatte sich das Spitzenfeld abgesetzt und so lief ich den Großteil der Zeit allein. Dafür war die Strecke wirklich hübsch und grün, das hat mir gut gefallen. Zum Zieleinlauf fing es passenderweise noch einmal an zu regnen und so hatte ich mir das Zielbier mehr als verdient – auch wenn ich 2022 lediglich 2 Minuten schneller war als im Jahr zuvor. Irgendwie lief es nach der Winterpause nicht wirklich gut, aber immerhin hatte ich es geschafft.

Jedenfalls stand für mich deshalb bereits direkt nach dem Lauf fest, dass ich mich für 2023 wieder anmelden werde. Schließlich ist ein Termin Anfang April eine wunderbare Motivation, sich über Weihnachten und den Winter über fit zu halten.

Soweit der Plan. Um meine Motivation weiter zu manifestieren, habe ich mir Ende 2022 einen Halbmarathon-Trainingsplan zusammengebaut, der im Dezember begann und über 16 Wochen bis zum Wettkampf am 2. April 2023 geht. Die Umsetzung war dann allerdings durchwachsen:

Die erste Trainingswoche lief gut und ich konnte alle Trainings absolvieren, aber dann habe ich mir über die Weihnachtstage eine dicke Erkältung eingefangen und habe pausieren müssen. Im Januar lief es dann buchstäblich besser, wobei ich mich insgesamt deutlich langsamer fühlte als bei früheren Einheiten. Meine Erkenntnis: Ich bin immer noch nicht wieder auf dem Trainingsstand von vor meiner Covid-Infektion im Sommer 2022. Aber jammern nützt ja nichts, stattdessen blieb ich dran und trainierte weiter. Im Februar wurde aus meiner Trainings-Ruhewoche dann aufgrund von Terminen lauftechnisch eine komplette Pause, wobei ich stattdessen viele Schritte sammelte und mir einrede, dass das auch eine Form von Training ist 😉 Vor zwei Wochen war ich beim 120-Minuten-Longrun etwas flotter unterwegs als vom Trainingsplan vorgegeben – das wurde direkt mit einem tagelangen Muskelkater in den Waden bestraft. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, eigentlich sollten mir 2 Stunden Laufen doch nichts ausmachen?! Dadurch folgten jedenfalls erneut ein paar Tage Pause und ich habe immer noch leicht schwere Beine, wenn ich locker laufen gehe.

Mein Habmarathon-Trainingsplan, die Wochen sind von unten nach oben zu lesen.

Glücklicherweise sind die aktuell geplanten Trainings laut Trainingsplan eher leicht, denn es ist wieder Ruhewoche. Nächste Woche geht es dann mit einem lockeren Lauf, einem Intervall und einem Longrun in die Vollen, bevor ich mich dem Tapering widme: Fünf sehr lockere, kurze Einheiten in Vorbereitung auf den Halbmarathon am 2. April 2023 und dazu am Wettkampf-Vortag meine für mich traditionelle Nudelparty mit Tagliatelle satt 😎.

Vom Trainingsplan sind also 11 von 16 Wochen um und mein Fazit bisher ist eher durchwachsen. Ich weiß nicht, ob ich zu nachlässig war bzw. zu viele Trainingseinheiten ausfallen lassen musste, sodass ich nicht so viel Form aufgebaut habe wie ich hätte können. Wenn ich auf die Übersicht in Strava schaue, sind es dennoch eine Menge Einheiten und im Großen und Ganzen fühle ich mich etwas fitter als im Herbst .Dennoch rechne ich nicht damit, beim Insellauf auch nur in die Nähe meiner aktuellen Halbmarathon-Bestzeit zu kommen. Im Hinblick auf meine Trainingsform ist „Die 21,1 km schaffen“ mein primäres Ziel und über alles unter 2,5 Stunden (meine Post-Covid-19-Infektions-Zeit) würde ich mich zusätzlich freuen.

Also mal schauen, was die nächsten Tage noch bringen und was ich in 3 Wochen über den Wettkampf schreiben werde.

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