Ich bin letztes Jahr zufällig auf den Citylauf in Mölln aufmerksam geworden und habe mich kurzentschlossen für den „Eulenspiegellauf“ angemeldet, bei dem man auf einer Strecke von 12 Kilometern verschiedene Seen umrundet. Der Lauf wird vom Möllner SV organisiert und findet eigentlich im Rahmen des Möllner Altstadtfestes statt, aber 2021 war aufgrund der pandemischen Situation alles sehr reduziert. Das hat mich aber keinswegs gestört und so ging es am 27.08.2021 um 15 Uhr los auf eine schöne Runde durch die Natur bei Mölln. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, kurz vor dem Start gab es einen Regenguss und auch die letzte Viertelstunde regnete es wieder, aber immerhin war der Regen sommerlich warm 😉.

Zum Glück blieb es die meiste Zeit trocken und so hat mir trotz einiger Verwirrungen bezüglich der Strecke der Lauf insgesamt so gut gefallen, dass ich mich direkt nach Ausschreibung für die diesjährige Ausgabe, den 26. Möllner Citylauf, angemeldet habe.
Dieses Jahr gab es parallel zum Laufevent ein Altstadtfest und so war in der Stadt einiges mehr los als 2021. Auch das Wetter war besser, dieses Jahr sollte es keinen Regen geben. Der 12km-Eulenspiegellauf startete wieder um 15 Uhr, was ich persönlich übrigens als eine sehr angenehme Startzeit empfinde. Viel besser, als am Wochenende früh morgens um 7 aus dem Haus zu müssen 😁. Nach der Anmeldung vor Ort holte ich mir das schöne, neongrüne Sportshirt mit Aufdruck des Laufs und der Sponsoren ab, das es bei diesem Lauf anstelle einer Medaille gibt, und spazierte Richtung Startlinie.
Nachdem ich eine Woche zuvor den Hamburg-10k erfolgreich absolviert hatte, war ich durchaus motiviert, die 12 km des Eulenspiegellaufs ebenfalls gut zu schaffen, aber dennoch hatte ich aufgrund meiner vergangenen Covid-Infektion durchaus Respekt vor der Distanz. So habe ich zwischen beiden Wettkämpfen nur einen lockeren 4km-Taperinglauf gemacht, um fit für den Möllner Citylauf zu sein.
Allerdings bestätigte sich dann meine Befürchtung: Mir fehlt immer noch die Kondition, die bis zu meiner Covid-Infektion selbstverständlich für mich war! Nach 3 Kilometern wurden meine Beine schon schwerer, es wurde anstrengend und längst hatten mich alle anderen Teilnehmer überholt und waren davon gezogen – obwohl ich mit einer Pace von rund 6:50 min/km recht flott lief 🤔. Die Schmach schob ich mental erstmal von mir weg, ich wollte nur noch ankommen und die 12 Kilometer schaffen. Und so lief und lief ich, jeder Kilometer fühlte sich endlos an, aber ich kam gut voran. Die Pace lag zwischen 7:10 und 7:40 min/km, bei Steigungen wechselte ich ins Gehen, da der Puls deutlich in den roten Bereich schnellte und ich meinen Körper nicht unnötig stressen wollte.
Kurz vor Kilometer 4 schaffte ich es übrigens, mich aufgrund fehlender Richtungspfeile zu verlaufen – der Läufer vor mir war falsch abgebogen, da er sich wohl spontan für die 4km-Strecke entschieden hatte und die Schlussräder hinter mir hatten ebenfalls nicht aufgepasst. So sammelte ich noch 600 Meter extra und erreichte nach 1:33:54 Stunden mit einer Pace von 7:25 min/km das Ziel. Ich war nicht komplett abgekämpft, aber es war ein wirklich anstrengender Lauf für mich, obwohl es „nur“ 12 Kilometer waren.

Es ist für mich immer noch schwer zu begreifen, wie sehr meine Kondition im Keller ist. Letztes Jahr war ich bei ähnlichem Puls trotz Regen 53 Sekunden, also fast eine Minute pro Kilometer schneller, das ist schon ein beachtlicher Unterschied.

Trotzdem bin ich froh, die Strecke alles in allem gut überstanden zu haben und abgesehen von meiner fehlenden Kondition und einiger fehlender Wegweiser für die Laufstrecke hat es mir wieder gut gefallen. Nächstes Jahr bin ich gerne wieder dabei, natürlich bei den vollen 12 Kilometern für den Eulenspiegellauf!
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