Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag geschrieben, dass der Frühsommer lauftechnisch eher desolat war und ich mich bessern wollte. Leider kam wieder alles anders als geplant und so habe ich auch im Sommer zu selten trainiert. Zu viele Termine, zu wenig Motivation und weiterhin zu viele Kilos auf den Rippen waren der Grund, aus dem ich eine Woche vor dem 40. Int. Airport Race am 10. September 2023 in Hamburg beschlossen habe, meine ursprüngliche Anmeldung für 10 Meilen (16,1 km) erneut auf die kleine 5-km-Runde umzuschreiben. Das hatte ich im Vorjahr aufgrund meiner Covid-Infektion bereits tun müssen und ich war zugegebenermaßen sehr von mir selbst enttäuscht, dass es dieses Jahr wieder sein musste. Das Airport Race ist ein schöner Wettkampf, der jährlich im Herbst stattfindet und damit die seltene Distanz von 16 Kilometern bedient, die genau zwischen den häufigen 10-km- und den 21,1-km- also Halbmarathon-Läufen liegt. Für mich sind das eigentlich etwa 1:40 Stunden Anstrengung und somit eine gute Distanz bzw. Zeit, um mich schön auszupowern. Aber dieses Jahr war ich dafür einfach nicht bereit. Ich hatte zu selten trainiert und als ich eine Woche vorher testweise „mal zwei Stunden ruhig laufen“ wollte, entpuppte sich schon das als Quälerei. Also siegte die Vernunft und ich sah ein, dass es mit den 16 Kilometern nichts werden würde, wenn ich schon nach 11 Kilometern in sehr langsamem Tempo kurz vor der Erschöpfung war. Die Ausdauer leidet nun mal extrem, wenn man nicht am Ball bleibt – zumindest bei mir.
Aber die angesagten 26 °C und Sonnenschein waren am Ende auch ein nicht zu unterschätzender Faktor für mich, die eh eine desolate Wettkampfvorbereitung hinter sich hatte. Ich war froh, dass sich mein Laufpartner spontan entschied, mir Gesellschaft beim kurzen Lauf zu leisten und so durchlitten wir den kurzen, aber anstrengenden Lauf gemeinsam. Startschuss war um 11:40 Uhr, die Langstreckendistanz war bereits um 11:00 Uhr gestartet und dann folgten die Kinderläufe. Dadurch war es wieder ein leichtes Chaos, denn eine Menge Kinder und deren Eltern und Verwandte tummelten sich rund um die Startlinie, aber irgendwann ging es dann los. Die ersten Kilometer liefen locker-flockig, aber ab KM 3 wurde es zugegebenermaßen etwas anstrengend. Die Sonne knallte, ich war zügig unterwegs und so war ich heilfroh, nicht 16 Kilometer laufen zu müssen, sondern schon nach 5 Kilometern völlig nass geschwitzt im Ziel ankommen zu dürfen. Die aufgebaute Dusche tat wirklich sehr sehr gut! Dazu sei erwähnt, dass mich warmes bis heißes Wetter sehr belastet und ich noch nie einen Wettkampf bei über 20 °C gelaufen war. Den hella Halbmarathon hatte ich ja aus ähnlichen Beweggründen sausen lassen und dieser Wettkampf bestätigte mich nochmal darin, dass ich mehr trainieren muss, bevor ich eine Langdistanz bei den Temperaturen gut überstehe.

Aber am Ende muss ich auch sagen, dass ich froh war, den Lauf mitgemacht zu haben. Nach der Absage beim hella Halbmarathon war ich geknickt und wollte besser werden. Das habe ich nicht wirklich geschafft, aber immerhin bin ich gelaufen und ins Ziel gekommen.


Nun geht es an die Vorbereitung für den nächsten Lauf, für den ich angemeldet bin: Den Köhlbrandbrückenlauf am 3. Oktober 2023. Es ist nicht viel Zeit, aber die 12,4 Kilometer sollte ich bis dahin gut schaffen, auch wenn an eine Bestzeit nicht zu denken sein wird.
Schreibe einen Kommentar