Wettkampf 42. Int. Wilhelmsburger Insellauf

In meinem letzten Blogeintrag „(Weniger als) 3 Wochen bis zum Wilhelmsburger Insellauf“ hatte ich ja bereits zusammengefasst, wie ich auf den Wilhelmsburger Insellauf aufmerksam geworden bin und wie meine bisherigen Teilnahmen buchstäblich liefen.

Am 2. April 2023 war es so weit und ich machte mich gemeinsam mit meinem Laufpartner in aller Frühe auf den Weg in Hamburgs Süden, denn der Startschuss für den Halbmarathon des 42. Int. Wilhelmsburger Insellaufs sollte um 10 Uhr fallen. Die Straßen waren frei und im naheliegenden Parkhaus waren wie beschrieben noch Parkplätze frei, sodass die Anreise stressfrei und entspannt vonstattenging. Das Wetter war ebenfalls fast optimal. Zwar war es mit rund 4 °C echt frisch, aber die Sonne schien und es war kaum eine Wolke am Himmel. Sehr gut!

Vor Ort war dann einiges los: Nach der virtuellen Durchführung 2021, bei der ich den Halbmarathon in Lübeck gelaufen war, und der pandemisch eingeschränkten Teilnahme 2022 vor Ort in Hamburg war dieses Mal deutlich mehr los. Viele Menschen tummelten sich rund um den Startbereich und es gab einige Pavillons und Foodtrucks mit Dingen wie Bier und Crêpes.

Wir machten uns direkt auf den Weg zur Startnummernausgabe, dann noch schnell in die übliche Toilettenschlange gestellt und dann war es auch schon so weit. Wir reihten uns relativ weit hinten im Startfeld ein, da meine Form nicht die Beste war und ich den Halbmarathon einfach nur schaffen wollte. Außerdem ahnte ich schon, dass ich mich fürs unerwartet tolle Wetter doch zu warm angezogen hatte. In der Sonne war es echt ganz schön warm! Die ersten Kilometer durch die Wohngebiete Wilhelmsburgs brachten mich dadurch schon ins Schwitzen, aber als es in Richtung Deich ging, wurde es durch den Wind doch recht frisch und ich war froh, die gefütterte Jacke anzuhaben.

Konditionell lief es am Anfang sehr gut für mich. Die Pace lag unter unserer angepeilten Geschwindigkeit, aber anfangs bin ich erfahrungsgemäß immer recht schnell unterwegs, bis sich der Läuferpulk entzerrt hat und ich in Ruhe meine Geschwindigkeit finden kann. Das Wetter blieb den ganzen Lauf über konstant, also sonnig und fast frühlingshaft.

Die erste Hälfte des Laufs war für mich besser als geplant. Es lief locker-flockig und ich fühlte mich gut, allerdings nahm die Kondition in der zweiten Hälfte doch merklich ab, was ich auch an meiner Pace sehen konnte. Die Beine wurden schwer, aber schlimmer war doch ein Ziehen an beiden Hüft-Adduktoren (die Muskeln, die vorne seitlich vom Bauch in die Beine laufen), das ich vorher noch nie gehabt hatte. So offensichtlich hat mir mein Körper noch nie gezeigt, dass ich neben dem Lauftraining auch Krafttraining machen sollte, um meinen „Core“ zu stärken. Verdammt!

Es blieb glücklicherweise beim Ziehen und wurde kein Schmerz, sodass ich den Halbmarathon ohne Gehpausen schaffte.

Streckenverlauf der Halbmarathon-Distanz des 42. Int. Wilhelmsburger Insellaufs

Am Ende brauchten wir 2 Stunden und 37 Minuten und ich war überglücklich, das Ziel erreicht zu haben! Der Halbmarathon hat mir gezeigt, dass die Distanz für mich immer noch keine Selbstverständlichkeit ist und ich hart trainieren muss, um sie gut zu überstehen.

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